Hochtour Gross Spannort (Juni 09)

Regnerisch war es bereits, als wir uns in Luzern trafen, und es sollten den ganzen Samstag immer wieder ein paar Tropfen fallen. Trotzdem machten wir uns auf zur Spannorthütte und kamen beim steilen Aufstieg dann auch schnell ins Schwitzen. Der Gross Spannort blieb in den Wolken und so waren wir umso gespannter auf den Berg –und natürlich das Wetter- das uns am Sonntag erwarten würde.

Das trübe Wetter hielt uns dann doch nicht von ein paar Kletterübungen am „Hausfels“ ab. Nach dem feinen Znacht hätte man beim Jassen den „hiesigen“ Berichteschreiber/inn ausgemacht, doch eben hätte… Trotz einer schönen Abendstimmung am Himmel und einem Guetnachtschnäpsli konnte nicht jeder gleich gut die kurzen Stunden im Bett mit Schlafen verbringen.

Am Morgen traute sich niemand so wirklich aus den Federn um das Wetter zu beurteilen, bis der Morgenhahn –in unserem Fall Röbi- freudig über den wolkenlosen Himmel informierte. Jetzt ging alles schnell, schliesslich wollten wir die Ersten sein.

Kaum losgelaufen tauchte die Sonne den Gross Spannort in ein goldenes Licht, für uns ein weiterer Ansporn, den Schweiss in Kauf zu nehmen.

Da der Gletscher von einer Schicht Neuschnee bedeckt war, brauchten wir zum Verdruss von Jeannine keine Steigeisen. Dafür konnten wir bereits um sieben die Sonnenbrille auspacken, und mussten sie auch den ganzen Tag nicht mehr von der Nase nehmen.

Nach einer leichten Kletterpartie erreichten wir wie geplant als erste den Gipfel und freuten uns über die grandiose Aussicht, die warme Sonne und die Seilschaften, die sich noch hoch kämpften. Der überaus nennenswerter Heidelbeerlikör auf dem Gipfel durfte nicht fehlen, wie die Mayonnaise auf dem Brot (-:

Zurück nahmen wir den schnellsten Weg und slideten die 700 Höhenmeter vom Pass bis zur Hütte auf den Schuhen im schneegefüllten Bachbett hinunter. Der Schnellste war natürlich Goofy, dafür entwickelte Gagi einen ausserordentlichen Stil auf dem A…

Der Rückweg zum Auto zog sich dann doch noch in die Länge, also waren wir einer Meinung: För nä Glace längets no!

Auch einer Meinung sind wir was die Tour betrifft: Auch ein Berg, der mehr als einen Meter kleiner ist als ein 4000er hat uns mächtig interessiert.

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