· 

Kletterlager Korsika

Gruppenbild
Gruppenbild

Eines schönen Sonntag morgens versammelten sich 20 junge Leute, um gemeinsam Abenteuer zu erleben und Spass zu haben. Kurz gesagt um zu Klettern. Unsere von positiven Ereignissen gespickte Reise führte uns nach Korsika, eine Insel etwas westlich von Italien und etwas südlich von Genua. In Savona verluden wir unsere 2 Kleinbusse und 1 PW in den Bauch eines Schiffes und stachen schliesslich voller Optimismus in See. Um Kosten zu sparen nahmen wir die Nachtfähre und da wir ja alle harte Kerle / Kerlinnen sind, verzichteten wir auf die Zimmer. Und so nächtigten wir im Gang, im Restaurant, oder im Treppenhaus und die ganz harten draussen unter dem Sternenhimmel. In Korsika angekommen fuhren wir noch rund 1 Stunde bis wir schliesslich unseren Campingplatz erreichten, wo wir dank Christoph Dahinden und Esther Bitzi ein köstliches „z’Morge“ zu uns nehmen durften. Mit vollem Magen bauten wir anschliessend unsere Zelte auf und machten uns auf, zu unserem ersten Klettergebiet. Für die Meisten war dies ganz in der Nähe von Lumio. Ein paar ganz hart gesottene brauchten etwas mehr Herausforderung und begaben sich in einen etwas abgelegenen Klettergarten für dessen Zustieg ein Buschmesser eigentlich obligatorisch wäre. Alle hatten was zu Klettern und waren zufrieden. Beim zurückfahren kauften wir noch unser Nachtessen ein. Die Teilnehmer hatten sich zu Kochgruppen zusammengeschlossen. Die Menüs unter den Gruppen variierten stark, während man bei einer Gruppe kaum satt geworden wäre, wollte eine andere Gruppe ahnungslose, nicht Ihrer Kochgruppe angehörende, Individuen mit Chili ausrotten. Glücklicherweise konnte das arme Geschöpf sich selbst reanimieren und konnte so einen unerträglichen Schicksalsschlag verhindern. Am nächsten Tag stand uns ein harter Aufstieg zu unserem Klettersektor bevor. Hartgesottene, erfahrene Cracks wie Nicola, Fury und Deborah zogen daher Ihre, extra fürs Gebirge entworfenen, Crocks an. Ganz zum Staunen der anderen kamen sie recht gut voran, und mancher mit Gelände angepasstem Schuhwerk, hatte mehr Schwierigkeiten. Wie aus den oberen Sätzen herauslesbar, liefen wir 30 min. steil bergauf und waren schon pechnass geschwitzt, ohne „gesichert“ geklettert zu sein. An diesem Dienstag war es sehr tüppig und heiss (30°). Am Mittwochmorgen packten wir all unsere Sachen zusammen, nein wir wurden nicht rausgeworfen, wir wechselten nur den Ort, um auch ja alle Klettergebiete der Insel abgegrast zu haben. Auf der Horrorfahrt in den Süden der Insel (30-mal Lammschlucht rauf und runter) war fast allen übel. Ach ja, unterwegs trafen wir noch einen Töfffahrer an, der gerade in ein Auto rein gefahren war (Insider nennen dies auch Verkehrsunfall). Goerbs leitete sofort lebensrettende Massnahmen ein und Polizist Fury regelte fachgemäss den Verkehr. Kurz bevor der Krankenwagen kam, machten wir uns aus dem Staub und beobachteten von der Strandbar aus, wie der erfahrene Motorradfahrer in die Ambulanz verladen wurde, und neben unserer Bar der Rettungsheli mit dem verletzten beladen wurde. Nach diesem tragischen Ereignis machten wir uns ans Klettern. Der Klettergarten war super. Eine Wand die allen etwas bot und keine 20 m daneben konnte man gemütlich ins Meer hüpfen. Einfach toll. Als wir auch beim neuen Campingplatz unsere Zelte erneut aufgestellt haben, machten sich manche auf die Suche nach Stuhl und Tisch und wurden dank dem 10 - Finger Rabatt fündig. Unserem Boss Yve wurde mitgeteilt, dass die Nachtruhe erst um 24.00 Uhr sei. Dies freute uns natürlich schon ein bisschen. Jedoch fingen wir an, an Yve’s französisch Kenntnissen zu zweifeln , als wir um 22.30 Uhr von einer Dame mittleren Alters in voller Schlafmontur, die Leviten gelesen bekamen (Leandra krümmte sich vor Lachen). Unter anderem klagte die Dame, kleine Kinder könnten bei unserem „Lärm“ nicht schlafen. Da ergriff Christoph das Wort und explizierte auf seinen kleinen Sprössling Jonas der neben uns vor sich hin döste. Darauf blieb der Madame das Wort im Hals stecken und sie kam sich plötzlich ganz blöd vor. Wir belustigten die Frau auch noch als sie schon verschwunden war, doch zu unserem erstaunen, war Ihr Zelt am nächsten morgen nicht mehr da. Schade, wir konnten uns nicht erklären warum sie uns nicht mochte. Am nächsten Tag hatten wir nochmals einen tollen Klettertag. Yve veranstaltete ein Speedclimbing Wettkampf und der älteste Herr in unserer Runde hatte sich seinen Sieg tapfer verdient, Gratulation Goerbs. Zurück vom Klettern bei den Autos, konnten wir es nicht lassen, ein letztes mal unsere Füsse im salzigen nass zu baden, auch wenn niemand seine Badesachen dabei hatte, machte es Spass. Leider mussten wir unseren Badespass frühzeitig abbrechen, da ein heftiges Gewitter Einzug hielt. Als wir auf dem Campingplatz ankamen, bekam Yve ein Donnerwetter von der Camping Bossin, da wir angeblich letzte Nacht etwas laut waren. Wir konnten zuhause gerade noch trocken das Nachtessen zu uns nehmen, bevor es wieder wie aus Kübeln schüttete. Die obersten 10’000 unserer Reisegruppe versammelten sich bei einem Gläschen Wein in Armins Vorzelt, das sie mit Tisch und Bank bestückt haben, die wir bei einem grosszügigen Rabatt Angebot ergattern konnten. Es wurden alte Lieder aus der Heimat angestimmt und Rapper Guido erfreute uns mit dem Crêpe – Rap, den er und seine Background Sänger als Dankeschön für die Crêpe, die wir von Chrigu und Ester bekamen, vortrug. Sämi erzählte noch eine kurz – Witz – Geschichte welche jedoch bei den meisten auf Unverständnis stiess. Am nächsten morgen packten wir all unsere nassen Zelte zusammen und machten uns auf in die Berge der Insel und kletterten dort bei einem etwas rauerem Klima in einem schönen Kiefernwald noch ein letztes Mal, bevor wir uns endgültig auf den nachhause Weg machten. Auf der Schifffahrt, die diesmal dank starkem Wellengang, etwas rauer ausfiel, nächtigten wir noch einmal gut. Wir nahmen noch ein feines z Morge auf der Fähre mit Brötli und Gipfeli und beinahe noch etwas Ingwer gegen einzelne Übelkeiten. Es war sehr schön.

Bericht von MC Dr. Fury ® (öffentlichkeitstauglich gemacht durch Goerbs)