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Über Hubel und Chnubel

Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass die Inuit oder eben Eskimos ein reiches Vocabular für das Wort Schnee haben. Island dafür bringt es auf 16 Worte....und wir: 

 

 

beginnen wir bei PB-Schnee. Der Pistenbullyschnee liegt durch seine hartgepresste Eigenschaft glücklicherweise auch inmitten grüner Wiesen bestehen und erleichtert den Aufstieg und die Abfahrt zur Emmenkurve am Glaubenbielenpass enorm. Dann kommt der heilige Schnee, der auch in Massen um die Kapelle auf der Jänzimatt verteilt ist, die Waldpassage gut eingeschneit hat, so dass es eine wahre Freude ist. Der Gluteus-Killer ist eine Schneeform, welche wir bei der Traverse zur Stellenen angetroffen haben. Dieser Schnee wurde mit hoher Geschwindigkeit eisig verblasen, was die Hinterteile (Gluteus ist ein grosser Muskel an derselben Stelle)  linkerseits so richtig schmerzen lässt. Folgt der Blasen-Generator, eigentlich ein Lawinenkegel, welcher die angeschlagenen Häutchen an den Füssen fast zum Platzen bringt (wir gaben trotz Blasen kein Forfait.) Im Aufstieg über die steile Stellenen Rippe wurden wir sehr positiv überrascht von Ofanbylur (hier benutzt die Autorin ein isländisches Wort), das ist Schnee, welcher bei Wind gefallen ist und etwas angepresst wurde. Wir taufen diesen hier auch Spitzkehrencoach - der schmale Streifen liess uns flott üben. Kicken oder nicht - die Frage blieb bislang ungeklärt. Unzählige Varianten wurden jedoch beobachtet. Vor dem Gipfel dann diese Form: der Dylan-Schnee. Hiess sein Lied nicht "blowing in the wind"?- der Schnee war nicht nur weggeblasen, der hinterbliebene Rest hat sich auch noch in Glatteis verwandelt. Ski aufbinden und durch das steile grasig-eisige Gelände. Glücklich, als wir alle oben waren (Happy-Snow-Top) Nach dem braunen-Pulverschnee und sonstigen Gipfelumarmungen linksrum (laut heutiger NZZ am Sonntag ein schlechtes soziales Zeichen) traversierten wir zum grossen Steinmann und fanden Pulverschnee (lausamjöll in isländisch) welchen wir mit zehn Spuren jauchzend verfuhren. Danach passierten wir den Physiotherapie-Schnee. Dort wird man zum Gleichgewicht trainieren animiert oder mal auch richtig durchgeschüttelt und massiert. Belohnt wurde dieses Training mit einigen Sulzschwüngen zum Mittlerst Arni. Einige haben nochmals aufgefellt (wie das in der Tourenausschreibung gestanden hat) und den Velounterstand-Schnee, gewellt von unten bis oben,  zum Arnitristen angespurt.  Dieser wandelte sich in der Zwischenzeit zu super Sulzschnee um, so dass die Abfahrt noch einmal zum Genuss wurde. Büdi wüsste da noch einen weiteren Schnee. Den Eiertaarli-Schnee, welchen er als einzigen traversiert hat, um noch einen weiteren Sulzhang zu finden (welchen wir anderen auch ohne die Traverse des sehr breiten Lawinenkegels gefunden haben) Mit dabei waren Marco Goerbs Steiner, Sonja Schöpfer, Fabian und Thomas Felder, Tanja Bischof, Christoph Dahinden (hat die Hütte bei der Jänzimatt vermisst - wurde wohl verblasen vom ofanbylur....), Pius Büdi Hofstetter, David Vogel, André Lauber und Yvonne Baur