Aktuelle Tourenberichte

Kurzer Tourenbericht Ski 'n' Climb 2016

Am Ostermontag machte sich das kleine Grüppchen auf in Richtung Wallis. Am ersten Tag stand Klettern oberhalb von Yvorne auf dem Programm. Für die meisten war es der erste Klettertag im Freien und so galt es, sich erst mal wieder an den Fels zu gewöhnen. Auch das Wetter spielte einigermassen mit und blieb bis auf ein paar wenige Tropfen trocken. Gegen Abend bezogen wir dann unsere Unterkunft in der Nähe von Liddes und Stei und Erika stiessen noch zu uns. Trotz wechselhaftem Wetterbericht entschieden wir uns am Dienstag für eine Skitour auf die Crêta de Vella. Nachdem es am Morgen noch geregnet hatte, wurden wir mit Sonnenstrahlen und einer schönen Abfahrt belohnt. Wir konnten direkt zu unserer Unterkunft fahren. Mit einem Bier liessen wir den Tag auf unserer Terasse ausklingen. Am Mittwoch ging unsere Reise nach Italien ins Val Aosta. Wir kletterten den ganzen Nachmittag bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Am Abend gönnten wir uns ein wohlverdientes Abendessen in einem schicken Restaurant in Aosta. Nach den frühlingshaften Verhältnissen in Italien war am Donnerstag wieder Winter angesagt im Skigebiet von Vichères. Mit der Hilfe des Sesselliftes gewannen wir schnell etwas Höhe und bestiegen zu erst mit den Fellen dann zu Fuss den Tour de Bavon, wo wir den Föhn zu spüren bekamen. Nach einer langen Abfahrt gelangten wir mit dem Sessel erneut nach oben, doch leider hatte inzwischen das Wetter umgeschlagen und wir konnten nicht nach Praz de Fort fahren. So nahmen wir die „Ersatzroute“ welche nicht weniger schön war. Nach einem kurzen Gegenanstieg konnten wir wieder bis zu unserer Unterkunft fahren. Auch am Freitag stand eine Skitour auf dem Programm. Aufgrund des gemeldeten starken Föhns waren unsere Möglichkeiten ein bisschen eingeschränkt. Dazu kam noch, dass der Schnee in den letzten Tagen stark zurück ging. Deshalb fuhren wir schlussendlich ins Gebiet Champex-Lac, wo wir mit einem Sessellift schnell in hohe Lagen kamen und so schnell auf dem Schnee standen. Wir banden unsere Skis auf den Rucksack und stiegen in der imposanten Wolkenlandschaft auf den Gipfel. Danach genossen wir eine sehr variantenreiche Abfahrt bis vors Auto. Zurück in der Unterkunft genossen wir noch ein letztes kühles Bier in der warmen Sonne und machten uns dann auf den Heimweg. (Julia Unternährer)

Fr

09

Jan

2015

JO Hallenklettern

Samstag 14. Dezember. Rund eine Viertelstunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt haben wir all Schäfchen zusammen. Glücklicherweise, vor allem für Köbi, haben alle 6 Schäfchen und der Hirte im Auto Platz. Denn der Zug ist Zwischenzeitlich schon bereits abgefahren. Im Pilatusindoor angekommen freuen wir uns bereits auf das Klettern. Zu früh gefreut, vorher gibt es noch ein paar weitere Hürden zu nehmen. Die Eingangskontrolle bekommt schweiss nasse Hände beim Erblicken unserer Gruppe. 

Seine ersten Fragen: Seit ihre eine Gruppe? Ja. Zahlt ihr gemeinsam? Nein. Auf diese Antwort tropft der Schweiss von seinen Händen. Seine Kollegin hat heute verschlafen und der Ärmste hat kein Retourgeld. Nach ein paar Wortwechsel und der Klärung wer mit Karte zahlt oder das Geld passend hat kann Er beruhig aufatmen. Das war aber noch nicht die letzte Hürde. Als nächstes folgt die obligate Klärung wer ist befähigt selbstständig zu klettern, wer war schon einmal hier und hat die Formalitäten bereits erledigt, wer ist zum ersten Mal hier, wer trägt die Verantwortung für die Gruppe, kann er das überhaupt? Und jedes Mal noch etwas mehr. Wie lange geht es wohl noch bis wir den Krankenkassen Ausweis und eine Kopie unserer Lebensversicherung vorlegen müssen? Endlich geschafft! Ab in die Garderobe, umziehen und los an die Routen.

Bevor wir uns aber richtig auf die Routen los stürzen gibt es aber noch ein paar Infos und Verhaltensregeln. Danach wird an den Toproperouten eingeklettert und die Sicherungstechnik überprüft. Nach ein paar Inputs zum Sichern und ein paar kleineren Korrekturen können wir uns endlich aufteilen und individuell Routen in Angriff nehmen. Während des Kletterns und dazwischen gibt es direkte Feedbacks für den Einen oder Anderen und dazwischen auch mal allgemeine Inputs. Nach dem Mittag suchen wir uns eine Route welche die erfahreneren im Vorstieg klettern können und die etwas weniger trainierten im Nachstieg versuchen können. Nach ein paar Stunden mehr oder weniger intensiven Klettern und Bouldern geht den meisten langsam die Kraft aus und wir beschliessen die Klettersachen ein zu packen und uns für den Heimweg frisch zu machen. Bevor wir uns auf den Nachhauseweg machen trinken wir noch etwas im Bistro des Pilatusindoor und es gibt noch ein paar Infos zur Wintersaison und dem Programm des nächsten Jahres.

Auf der Heimfahrt herrschte nicht etwa wie vorgängig vermutet Stille im Auto. Nein die vorherige Erschöpfung war verflogen und es wurde heiss diskutiert was man heute geschafft und gelernt hat und es wurden gemeinsame Pläne für die anstehende Wintersaison geschmiedet.

Teilnehmer: Jacob Köbi Rieger, Pascal Bucher, Mario Schnider, Gabriel Stadelmann, Andreas Holdener, Sven Hofstetter

Leiter: Goerbs

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Fr

09

Jan

2015

Nidleloch

Klick aufs Bild führt zu mehr Bildern von Marco Görbs Steiner
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Am Samstagmorgen, den 29.November 2014 traf sich unsere kleine Gruppe um 7:15 Uhr beim Bahnhof in Wolhusen. Nach einer kurzen Materialverteilung fuhren wir mit einem Auto nach Solothurn. Dort angekommen, machten wir uns bereit für die Höhle. Bei herrlichem Sonnenschein und einem traumhaften Blick auf ein atemberaubendes Nebelmeer kamen wir nach einem kurzen Fussmarsch an den Höhleneingang. Dort wartete bereits eine Schulklasse, welche uns freundlicherweise Vortritt gewährte.

Nach dem Einstieg, der ein dunkles, feuchtes Loch ist, folgte der erste Abstieg, bei welchem wir uns an einem fix montierten Seil festhalten konnten. Nach diesem Abstieg gingen wir einen langen, aber hohen Steingang entlang. Nach einer kurzen Zeit trafen wir bereits an die erste engere Stelle. Dort mussten wir unsere Rucksäcke abziehen und auf den Beinen kriechen. Nach dieser Aktion kletterten wir über Steine und tiefere Gräben. Nicht mehr lange und wir erreichten den ersten Schacht. Wir seilten uns nacheinander an zwei Seilen ab und unten angelangt, warteten dann alle aufeinander. Kriechend ging es weiter, bis kurze Zeit später der nächste Schacht folgte und somit ging es wieder von vorne los, - anseilen, bereit machen und los. Weiter, weiter, weiter, - und…..schon der letzte Schacht, der Sau-Schacht. Ich fragte Goerbs, wieso dieser Schacht Sau-Schacht heisst. Goerbs sagte nur: „Das siehst du spätestens wenn du diesen Schacht aufsteigen musst“.

Unten angelangt, nahmen wir das Zmittag aus dem Rucksack ein. Nach dieser Stärkung deponierten wir unsere Rucksäcke und gingen dann in den Märchengang, der sehr eng und auch noch recht lang war. Robbend ging es bis vor den Märchen-Schacht und sogleich wieder zurück zum „Sau-Schacht“. Bei diesem Ausgangspunkt angekommen, seilten wir uns wieder an und schufteten uns die drei Schächte hoch. Jetzt weiss ich auch, wieso der Sauschacht so heisst!

Zwischendurch bewunderten wir die felsige Höhle, machten ein paar Fotos und brauchten natürlich auch wieder eine kleine Verpflegungen. Zurück über die hohen Steine und Gräben, durch den Steingang den Einstieg hoch und…..oben.

Tageslicht und wieder frische Luft. Nach rund Sieben Stunden Höhlenluft eine Wohltat für unsere Lungen. Es riecht einfach anders in einer Höhle.

Nach dem Umziehen tranken wir noch eine Kleinigkeit im Restaurant und schon traten wir unsere Heimreise nach Wolhusen an. Um ca.19:15 erreichten wir dann wieder unseren Ausgangsort. Wir verabschiedeten uns und gingen unsere eigenen Wege.

Es war ein sehr schönes Erlebnis in diesem Nidlenloch.

 

Ich freue mich schon auf weitere Ausflüge mit dem SAC-Entlebuch.

 

Mario Schnider

 

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Fr

09

Jan

2015

JO Hallenklettern

Samstag 14. Dezember. Rund eine Viertelstunde nach dem vereinbarten Zeitpunkt haben wir all Schäfchen zusammen. Glücklicherweise, vor allem für Köbi, haben alle 6 Schäfchen und der Hirte im Auto Platz. Denn der Zug ist Zwischenzeitlich schon bereits abgefahren. Im Pilatusindoor angekommen freuen wir uns bereits auf das Klettern. Zu früh gefreut, vorher gibt es noch ein paar weitere Hürden zu nehmen. Die Eingangskontrolle bekommt schweiss nasse Hände beim Erblicken unserer Gruppe. 

Seine ersten Fragen: Seit ihre eine Gruppe? Ja. Zahlt ihr gemeinsam? Nein. Auf diese Antwort tropft der Schweiss von seinen Händen. Seine Kollegin hat heute verschlafen und der Ärmste hat kein Retourgeld. Nach ein paar Wortwechsel und der Klärung wer mit Karte zahlt oder das Geld passend hat kann Er beruhig aufatmen. Das war aber noch nicht die letzte Hürde. Als nächstes folgt die obligate Klärung wer ist befähigt selbstständig zu klettern, wer war schon einmal hier und hat die Formalitäten bereits erledigt, wer ist zum ersten Mal hier, wer trägt die Verantwortung für die Gruppe, kann er das überhaupt? Und jedes Mal noch etwas mehr. Wie lange geht es wohl noch bis wir den Krankenkassen Ausweis und eine Kopie unserer Lebensversicherung vorlegen müssen? Endlich geschafft! Ab in die Garderobe, umziehen und los an die Routen.

Bevor wir uns aber richtig auf die Routen los stürzen gibt es aber noch ein paar Infos und Verhaltensregeln. Danach wird an den Toproperouten eingeklettert und die Sicherungstechnik überprüft. Nach ein paar Inputs zum Sichern und ein paar kleineren Korrekturen können wir uns endlich aufteilen und individuell Routen in Angriff nehmen. Während des Kletterns und dazwischen gibt es direkte Feedbacks für den Einen oder Anderen und dazwischen auch mal allgemeine Inputs. Nach dem Mittag suchen wir uns eine Route welche die erfahreneren im Vorstieg klettern können und die etwas weniger trainierten im Nachstieg versuchen können. Nach ein paar Stunden mehr oder weniger intensiven Klettern und Bouldern geht den meisten langsam die Kraft aus und wir beschliessen die Klettersachen ein zu packen und uns für den Heimweg frisch zu machen. Bevor wir uns auf den Nachhauseweg machen trinken wir noch etwas im Bistro des Pilatusindoor und es gibt noch ein paar Infos zur Wintersaison und dem Programm des nächsten Jahres.

Auf der Heimfahrt herrschte nicht etwa wie vorgängig vermutet Stille im Auto. Nein die vorherige Erschöpfung war verflogen und es wurde heiss diskutiert was man heute geschafft und gelernt hat und es wurden gemeinsame Pläne für die anstehende Wintersaison geschmiedet.

Teilnehmer: Jacob Köbi Rieger, Pascal Bucher, Mario Schnider, Gabriel Stadelmann, Andreas Holdener, Sven Hofstetter

Leiter: Goerbs

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Fr

09

Jan

2015

Nidleloch

Klick aufs Bild führt zu mehr Bildern von Marco Görbs Steiner
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Am Samstagmorgen, den 29.November 2014 traf sich unsere kleine Gruppe um 7:15 Uhr beim Bahnhof in Wolhusen. Nach einer kurzen Materialverteilung fuhren wir mit einem Auto nach Solothurn. Dort angekommen, machten wir uns bereit für die Höhle. Bei herrlichem Sonnenschein und einem traumhaften Blick auf ein atemberaubendes Nebelmeer kamen wir nach einem kurzen Fussmarsch an den Höhleneingang. Dort wartete bereits eine Schulklasse, welche uns freundlicherweise Vortritt gewährte.

Nach dem Einstieg, der ein dunkles, feuchtes Loch ist, folgte der erste Abstieg, bei welchem wir uns an einem fix montierten Seil festhalten konnten. Nach diesem Abstieg gingen wir einen langen, aber hohen Steingang entlang. Nach einer kurzen Zeit trafen wir bereits an die erste engere Stelle. Dort mussten wir unsere Rucksäcke abziehen und auf den Beinen kriechen. Nach dieser Aktion kletterten wir über Steine und tiefere Gräben. Nicht mehr lange und wir erreichten den ersten Schacht. Wir seilten uns nacheinander an zwei Seilen ab und unten angelangt, warteten dann alle aufeinander. Kriechend ging es weiter, bis kurze Zeit später der nächste Schacht folgte und somit ging es wieder von vorne los, - anseilen, bereit machen und los. Weiter, weiter, weiter, - und…..schon der letzte Schacht, der Sau-Schacht. Ich fragte Goerbs, wieso dieser Schacht Sau-Schacht heisst. Goerbs sagte nur: „Das siehst du spätestens wenn du diesen Schacht aufsteigen musst“.

Unten angelangt, nahmen wir das Zmittag aus dem Rucksack ein. Nach dieser Stärkung deponierten wir unsere Rucksäcke und gingen dann in den Märchengang, der sehr eng und auch noch recht lang war. Robbend ging es bis vor den Märchen-Schacht und sogleich wieder zurück zum „Sau-Schacht“. Bei diesem Ausgangspunkt angekommen, seilten wir uns wieder an und schufteten uns die drei Schächte hoch. Jetzt weiss ich auch, wieso der Sauschacht so heisst!

Zwischendurch bewunderten wir die felsige Höhle, machten ein paar Fotos und brauchten natürlich auch wieder eine kleine Verpflegungen. Zurück über die hohen Steine und Gräben, durch den Steingang den Einstieg hoch und…..oben.

Tageslicht und wieder frische Luft. Nach rund Sieben Stunden Höhlenluft eine Wohltat für unsere Lungen. Es riecht einfach anders in einer Höhle.

Nach dem Umziehen tranken wir noch eine Kleinigkeit im Restaurant und schon traten wir unsere Heimreise nach Wolhusen an. Um ca.19:15 erreichten wir dann wieder unseren Ausgangsort. Wir verabschiedeten uns und gingen unsere eigenen Wege.

Es war ein sehr schönes Erlebnis in diesem Nidlenloch.

 

Ich freue mich schon auf weitere Ausflüge mit dem SAC-Entlebuch.

 

Mario Schnider

 

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Sa

12

Apr

2014

Skitouren im Medelsergebiet

...Verhältnisse, wovon man eigentlich nur träumen mag trafen wir vor. Kaum andere Tourengänger, nur ganz wenige Leute in der einmalig gelegenen Medelserhütte, total unverfahrene, fast endlos erscheinende Hänge und dazu erst noch dieses Traumwetter.

 

1800 Höhenmeter zum Auftakt

 

Nach der etwas weiten Fahrt nach Curaglia erfolgte der Aufstieg vorerst gemächlich ins Val Plattas, bevor dann die Hänge steiler und steiler wurden. Schon jetzt zeigte sich, dass die Schneeverhältnisse selbst zu dieser Tageszeit noch absolut ideal waren. Eigentlich schade, so „nur“ direkt zur 2524 m hoch gelegenen Medelserhütte aufzusteigen. Letztlich erreichten wir den über 3000 m liegenden Pass des Fil Liung. Die Abfahrt von dort bei rund 5 cm Pulverschnee und harter Unterlage war wohl einzigartig. Keine andere Spur weit und breit, die tollen Hänge einzig für uns drei. Die zusätzlichen rund 200 Höhenmeter Gegenaufstieg hinauf zur Hütte nahmen wir bei diesen Topverhältnissen gerne in Kauf. Dort wurden wir herzlichst empfangen und kaum zu glauben, keine zehn Personen waren hier anwesend.

Piz Medel und Cima di Camadra am Freitag

 

Die kalte Nacht und ein wolkenloser Himmel am Morgen des zweiten Tourentages versprach wieder einiges. Unsere Vorstellungen wurden dann auch voll erfüllt. Nach knapp 2 ½ Stunden standen wir drei bereits auf unserem ersten Tagesziel, dem 3211 m hohen Piz Medel. Das Panorama von hier oben ist gewaltig. Unter uns die tiefverschneite Greinaebene, gut erkennbar auch die unzähligen Gipfel der Bündner-, Walliser- Berner- und Urneralpen. Nach einer erneut berauschenden Abfahrt über den gut zugeschneiten Medelsergletscher hiess es schon bald wieder anfellen. 

Auch dieser zusätzliche Wiederaufstieg zum 3151m hoch gelegenen Piz Uffiern hat sich gelohnt. Nach gut 1 ½ Stunden, die letzten Höhenmeter angeseilt und mit Steigeisen über den Gipfelgrat, erreichten wir  unser zweites Tagesziel. Von hier über den Buoragletscher hinunter nach Fuorns lagen noch rund 1700 Höhenmeter Abfahrt vor uns. Um diese zu beschreiben, fehlen einem fast die Worte. Total unverfahrene Hänge, oben mit rund 5 cm Pulver und der unterste Drittel in schönstem Sulzschnee trafen wir vor. Faszit: Zwei tolle Tage in unberührter Landschaft, abseits von jeglichem Rummel und dies bei absoluten Topverhältnissen. Schade nur, dass sich nicht mehr Entlebucher SAC-Mitglieder für ein derart gutes Angebot im Clubprogramm begeistern konnten.

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Mo

14

Okt

2013

Kletterlager Arco

Das SAC Kletterlager hat sich in den letzten Jahren stillschweigend, oder laut lärmend, je nach dem, zum Familien - Kletterlager gewandelt. Und so mancher Interessent hat dann doch entschieden, nicht mitzukommen, angesichts der Heerschar minderjähriger Rabauken. Neun Kinder zwischen zwischen 1,5 und 12 Jahren sowie erwachsenes Erziehungspersonal nahmen die weite Reise ins vermeintlich sonnige Trentino auf sich. 

Der Campingplatz in Arco liegt direkt am Fusse des Colodri mit seinen steilen, alpinen Routen. Von hier gelangt man bequem zu Fuss ins erste Familien und Einsteiger Klettergebiet. Nach ein paar einfachen Routen beschlossen die Kinder, das Gebiet zu erkunden und zwischen den Felsblöcken herumzustreunen und Schätze, wie beispielsweise einen riesigen Kaktus zu entdecken. Die Routen hier sind sehr einfach,  ziemlich abgespeckt und im Sommer wohl auch ziemlich überlaufen, aber als Einstieg genau das Richtige. Wobei, wenn man mit neun Kindern in einem Sektor auftaucht, oder besser gesagt einfällt, ist man rasch alleine. Das funktioniert so gut, dass wir uns schon überlegten, das professionell zu betreiben. Man könnte uns buchen um überlaufene Sektoren zu räumen.

Ebenfalls einfach zu Fuss zu erreichen ist das reizende Städtchen mit den herzigen Cafés, wo sie Cioccolata calda servieren, einen klebrig süssen Trinkpudding. Und dann gibt es noch Dutzende Klettergeschäfte mit allem, was das Herz begehrt und super Sonderangeboten, so dass man fast gezwungen ist seine Ausrüstung ein bisschen aufzustocken, oder ein zweites Daunenjäckchen zu posten, so für die Übergangszeit.

Die Gegend bietet sehr viel. Klettern in allen Schwierigkeitsgraden und Längen, Velowege, Biketrails, Wanderwege und natürlich den See, aber für den war es heuer leider zu kalt.

Gemeinsames Kochen, Wein degustieren, erzählen, plagieren.. gehörte natürlich auch dazu und kam nicht zu kurz.

Den Kindern gebührt grosser Dank für ihre Lebendigkeit und den Erwachsenen nicht minder grosser für ihre Gelassenheit, Geduld und Entspanntheit. Zutaten, die eine Woche zum Erfolg werden lassen.

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Mo

01

Okt

2012

JO-Kletterlager 2012 - Finale Ligure

Auch diesen Herbst stand wieder das JO-Lager der SAC Sektion Entlebuch bevor. Vom 1.- bis am 6. Oktober ging es ins Finale Ligure in Italien. Finale Ligure liegt westlich von Genua. Es befindet sich direkt am Meer und hat atemberaubende Hügel und Felsen, das perfekte Kletterparadies!

Am Montagmorgen um 7:30 Uhr versammelten wir uns am Bahnhof Wolhusen. Zuerst wurde das Gepäck in einen Bus und in ein Privatauto geladen, danach ging es los in Richtung Bellinzona. Dort sollten wir uns auch gleich ein bisschen Einwärmen. Doch auf Grund nasser Felsen, beschlossen wir, doch gleich nach Italien durch zu fahren. Am Nachmittag kam der Bus im Camping an, doch unser anderes Fahrzeug war nirgends zu sehen. Nach heftigem herumtelefonieren fanden schlussendlich alle den reservierten Campingplatz. Rasch begann man mit dem Aufstellen der Zelte. Als wir nach ein paar Minuten noch immer am zusamengeknorzen der Zelte waren, fing es an zu regnen. Leider hatten noch nicht alle Zelte ihre wasserabweisende Hülle drüber, doch richtig nass wurde zum Glück nichts. Klettern konnten wir leider nicht mehr, weil es doch schon 18 Uhr war und das Znacht noch nicht auf dem Tisch stand. Es wurden am Abend noch schnell die morgendlichen Pläne besprochen, dann ging es aber schon in die Heia.

Am Dienstag gingen wir dann zum ersten Mal Klettern, in das Gebiet „Rocca dell Orera“. Beim Erreichen der Routen hatten wir ein bisschen Probleme, haben es aber trotzdem geschafft bei den richtigen Felsen anzukommen.  Die erfahrenen Kletterer durften dann auch schon bald in die Wand. Nach einer kurzen Einführung wurden erstmals etwas einfacher Routen angegangen. Am Abend wurden Gruppen gebildet in denen wie üblich selber gekocht wurde. So gab es drei, mehr oder weniger, leckere Menüs an diesem Abend.

Für den Mittwochmorgen beschlossen wir, in das Gebiet „Rocca di Puti“ zu fahren, weil es dort sehr schöne Mehrseillängen-Routen eben sollte. So war es dann auch. Es war ein tolles Erlebnis 100 Meter über dem Boden, irgendwo in der Wand zu hängen. Auch wenn die Routen zum Teil von Bäumen besetzt waren, war das, finde ich zumindest, das schönste Gebiet der Woche.

Am Donnerstag war der schönste Tag in dieser Woche, obwohl der Wetterbericht schlechtes Wetter meldete. Also gingen wir ins Oltre Finale und machten das Gebiet „La Cassata“ unsicher. Die Suche nach den richtigen Sektoren war jedoch ziemlich anstrengend. Trotz längerer Zeit suchen, fanden wir einfach den richtigen Weg kaum. Als wir den Sektor doch fanden, teilten wir uns in zwei Gruppen auf. Die etwas besseren Kletterer bildeten die eine, die etwas Schwächeren die andere Gruppe. Wir kletterten schöne Mehrseillängen-Routen bis wir plötzlich merkten, dass wir zu spät dran sind um uns mit der anderen Gruppe wieder zu vereinen. Wir packten unsere sieben Sachen und sprinteten den Waldweg hinab. Leider waren wir etwa eine halbe Stunde zu spät am vereinbarten Treffpunkt.

Der Freitag war der letzte Tag an dem wir klettern konnten, was ziemlich schade war. Das Wetter spielte zwar nicht somit, denn am Vormittag fiel noch etwas Regen. Trotzdem gingen wir los ins Gebiet „Monte Cucco“, dort waren einige Routen vom Wetter geschützt. Gegen Mittag verbesserte sich das Wetter jedoch zunehmend, und wir kletterten nochmals Mehrseillängen mit der schwächeren Gruppe. Die Routen waren schwieriger als die der Vortage. Am Abend gingen wir in ein gutes Restaurant essen, dabei haben wir sogar noch die Familien des 2. SAC-Lagers getroffen.

Der Samstag war der Aufräumtag, wir packten alles wieder zusammen und nachdem Gesamtfoto ging es wieder heimwärts zu. Drei Jungs blieben das Wochenende über noch im Finale.

Bericht: Samuel Limacher und Patrick Frei

 

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Sa

07

Jul

2012

Ersatztour Gspaltenhorn - Galtigentürme

Die Wetteraussichten aufs Wochenende vom 7./8. Juli waren alles andere als berauschend. Aus diesem Grund entschied sich unsere Tourenleiterin Yvonne Hofstetter für eine eintägige Ersatztour. Die Galtigentürme bilden einen mehrteiligen Felsaufschwung von Alpnachstad auf den Pilatus. Klettert man die Mehrseillängen mit den Bergschuhen und am kurzen Seil stellt sich durchaus ein Hochtourenfeeling ein.

7.45 h: Der von Yve vorgeschlagene Treffpunkt „Metzgerei Giger“ (!) sorgte für einige Verwirrung unter den Teilnehmern. Glücklicherweise ist die City von Entlebuch einigermassen überschaubar und so fand auch das letzte Schaf irgendwann zur Herde. Die Altlasten vom Vorabend waren einzelnen Teilnehmern noch deutlich ins Gesicht geschrieben, doch Mitleid ist hier Fehl am Platz. Gemeinsam fuhren wir nach Alpnachstad und verpasst die Bahn Richtung Ämsigen um Haaresbreite. Nutzten die Einen die Wartezeit für einen Kaffee, stellten die Anderen den wartenden Bergtouristen ihre Ballfertigkeiten unter Beweis. Die Begeisterung hielt sich vor allem beim „Stier von Alpnach“ in Grenzen und nach heftigen Wortgefechten waren alle Beteiligten froh, als die Bahn endlich abfahrbereit war.

In 45 Minuten Fussmarsch von der Haltestelle Ämsigen (1350) gelangt man zum plattigen Einstieg der ersten Seillänge. Bis auf die Zähne mit Kettermaterial bewaffnet machten wir uns in 5 Seilschaften ans Werk. Der zum Teil noch nasse Karstfels forderte uns ganz schön. Die weiteren Felsaufbauten liegen im 4. Schwierigkeitsgrad und können mit festem Schuhwerk und verkürztem Seil geklettert werden. Leider ist diese Technik nicht allen Kletterer bekannt und so kam die Spitze unserer Seilschaften immer wieder ins Stocken.

Beim letzten Turm ist dann nocheinmal ein Effort gefragt. Eine schöne 50m Seillänge in bestem Kalk und guter Absicherung. Den Schlusspunkt dieser schönen Tour setzte die Kraxelei über den “Esel“, welche Schwindelfreiheit und Trittsicherheit voraussetzt. Ganz zu Oberst erwarten einem die Pilatustouristen. Von kritischen Blicken verfolgt bis hin zu verzückten Japanern. Die Reaktionen der Zaungäste fallen ganz unterschiedlich aus. Cyrill setzt jedenfalls sein breitestes Grinsen auf:“ man weiss ja nie, ob jemand ein Foto machen will!“

Yve und Guido machten sich nach einem wohlverdienten Bierchen zu Fuss über die Pilatuskette auf den Heimweg, während der Rest der Gruppe ganz normal nach Hause fuhr. Herzlichen Dank Yve für die Leitung dieser schönen Tour.

Bericht: Benno Unternährer

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Sa

05

Mai

2012

Biwaktour vom 28. / 29. April 2012

Ursprünglich war eine Biwaktour im Schnee geplant. Doch die Temperaturen an diesem Wochenende waren viel zu hoch, um eine zweitägige Skitour durchzuführen. So fuhr eine sechsköpfige Gruppe in den Jura, um sich in den gutstrukturierten Kalkwänden auszutoben.

 

Die ersten Expressschlingen hängten wir in die „Rochers de Grandval“. Ein kleines Klettergebiet in der Nähe von Moutier mit vielen moderaten Routen. Am Nachmittag wechselten wir die Location. Das Rüttelhorn wurde von uns so richtig durchgerüttelt.

 

Die dritte Halbzeit genossen wir bei herrlichem Panoramablick und kulinarischen Leckerbissen. Bis tief in die Nacht schürten wir das Feuer, tauschten alte und neue Geschichten aus bis unser Kühlschrank nichts mehr hergab.

 

Am Sonntag feilten die Einen an ihrer Klettertechnik am Rüttelhorn während die Anderen die Gegend mit dem Bike erkundeten.

 

Wer einen detaillierten Bericht lesen will, muss sich bis zu den nächsten Sektionsnachrichten gedulden.

 

Gruppenleiter: Christof Duss

Teilnehmer: Goofy, Gagi, Kusi, Fidu, Benno

 

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So

29

Jan

2012

Arnihaaggen

Schnupfstart
Schnupfstart

Mein Telefon klingelte ein paar Mal in der Woche vor der Tour, die ich gemäss Programm leiten sollte. Die Frage lautete jeweils: "Findet die Tour statt? Oder bleiben wir bei diesem Wetter besser zu Hause?" Der Wetterbericht meldete schlecht, kalt, Nebel und Schnee... Aber dank mächtiger Schneedecke und praktisch keinen Schwachschichten im Schnee herrschte nur "mässige" Lawinengefahr.

Für mich gab es also keinen Grund, die Tour abzusagen. Es meldeten sich Yve, Görbs, Büdi mit Ciril, Guido und Fränzi (Susanne war es dann doch zu schlecht - sie blieb zu Hause).

Allerdings plante ich von der Bannalp weg ins Entlebuch - lange Autofahrten waren nämlich unnötig - der Nebel sieht überall gleich aus!!

So trafen wir uns um halb neun in Schüpfheim und fuhren in den Sörenberg.

Nach einem obligaten Schnupf starteten wir - es war überhaupt nicht kalt (0 Grad) und der Nebel nicht sooo dicht.

Die Spurarbeit brachte mich ordentlich ins Schwitzen - ich war sehr froh, dass beim oberen Aarni eine zweite Pause verlangt wurde...;-))

Über den Grat war der Nebel dann wirklich dicht - die Sonne drückte ab und zu - wollte sich aber nicht zeigen...

Die Abfahrt über die N-Seite entpuppte sich als "neige poudreuse" bis über die Knie - einziger Wermutstropfen waren der Blindflug die ersten 200 Meter....

Die Tour bot uns mehr, als wir erwarten konnten, zufrieden luden wir unsere Akkus im Rothorn-Café!

Mänu Stalder

 

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Mo

31

Okt

2011

Klettern Hefti

Zugegeben, ein richtiger Geheimtipp ist das Gebiet Hefti in unserer Sektion ja nicht. Besonders im Herbst gibt es eine Menge Gründe, einen bequemeren Weg zu gehen, als eben den auf die Hefti. Brauchts Daunenjacke, Handschuhe und Tee? Liegt noch Schnee auf dem Wanderweg? Um es vorwegzunehmen: das brauchte es alles nicht.

Schon der Morgen sah gut aus und trotz der Zeitumstellung fanden sich alle um neun Uhr Winterzeit am Bahnhof in Schüpfheim ein. Von der Wilegg machten wir uns  auf den Weg und wurden mit warmer Luft und Sonne belohnt. Die Hefti präsentierte sich mit warmem Fels, fantastischen langen Routen und dem gewohnt spektulärem Ambiente.

Eigentlich fühlt man der Hefti viel zu selten auf den Zahn;)

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SAC-Touren